Schönwetterbesuch von Haselhoff an der Universität Magdeburg

Winken, grinsen und ein paar schöne Worte, das war kurz zusammengefasst der scheinheilige Besuch des Ministerpräsidenten an der Otto-von-Guericke-Universität. Mitten in der Sommerpause und während die Universität händeringend um eine neue Ausrichtung unter seinem Spardiktat ringt, spielt er am Institut für mobile Systeme die heile Welt der funktionierenden Wissenschaft vor. Doch kurz hinter die Fassade geschaut, zerbröselt auch dieses Bild. Alle der besuchten Forschungsprojekte, inklusive dabei beschäftigten wissenschaftlichen MitarbeiterInnen sind über Drittmittel angestellt. Zu einem großen Teil werden diese durch das Land gestellt (wird ja sicherlich auch bald gekürzt), die EU oder sind durch die Industrie finanziert. Führt Haselhoff sein Spardiktat wie geplant fort, gibt es an diesem Institut, wie an der gesamten Universität weniger Eigenmittel zur dauerhaften Beschäftigung von Personal, das rundlegende Aufgaben in Forschung, Lehre und Verwaltung übernehmen kann. Fallen dann einmal die Drittmittel weg, so tritt das strukturelle Defizit zu Tage und sowohl Lehre wie auch (eigene) Forschung kann kaum noch, oder gar nicht mehr abgedeckt werden. Das Resultat dabei? Schlechtere Lehre für die Studierenden sowie Defizite in der Forschung erschweren neue Drittmittelanträge dauerhaft und schädigen die  Struktur des Universität.

Da wir als GHG diesen strukturellen Missstand, der an der gesamten Universität existiert, nicht hinnehmen wollen, protestierten wir heute gegen die unsinnigen Pläne der Landesregierung. Der Landtag von Sachsen-Anhalt muss im Herbst bei den Beratungen zu den anstehenden Hochschulkürzungen diese vehemment stoppen. Funktionierende Hochschulen brauchen die Finanzierung 100+X!

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